Wir über uns

Kesting - Dachdeckermeisterbetrieb

 

- Unser Dachdeckerteam
- Chronik der Firma Kesting
- und da war doch noch ...


Unser Team - Zum Vergrößern ins Bild klicken

Meister
Karl Kesting
Bernd Kesting
Uwe Kesting
Hans-Otto Gitt
Helmut Hutwelker
Gesellen
Klaus Grass
Hartmut Becker
Dirk Böhmer
Viktor Bresse
Michael Busch
Macus von Bülow
Christian Schäfer
Dennis Kesting
Büro
Karin Kesting
Beate Kesting
Auszubildende
Björn Stiehl
Felix Hofmann
Veena Friedrich

 

Unser Firmengelände

 

Zum Vergrößern klicken! Unser ca. 3500 m2 großes Firmengelände mit Wohnhaus,  Ausstellungsfläche, Lagerhallen und ... 
... unserem Fuhrpark mit 7 Fahrzeugen, dem Containerfahrzeug und unserem Kranwagen. Fahrzeuge

 

 

und noch etwas zu unseren Mitarbeitern...

Helmut Hutwelker

... Dachdeckerfirma seit 1994 unter Kestings Führung

Seit 1. April 1994 gehört Helmut Hutwelkers Dachdeckergeschäft zu uns. Als Nachfolger übernahmen wir das Buchenberger Dachdecker- Geschäft mit zwei Mitarbeitern. Seitdem stehen wir seinem Kundenstamm als Fachbetrieb mit langjähriger Erfahrung zur Verfügung. Trotz seines verdienten Ruhestands steht uns Helmut Hutwelker auch heute noch mit Rat und Tat zur Seite. 

 

Klaus Grass

... Der Mitarbeiter mit dem längsten Atem

Nimmt man es wie ein Buchhalter, dann gehört Klaus Grass schon längst zum Inventar der Firma Kesting: Seit 1967 läuft der Mann aus Bühle für den Meineringhäuser Betrieb die Dächer rauf und runter. Durch Zufall sei er damals zum Dachdeckerberuf gekommen, erinnert sich der 43jährige Familienvater heute, denn "eigentlich war schon alles klar mit dem Job in der Fabrik". Handlanger der beruflichen Kehrtwende waren undichte Stellen auf dem Dach der Familie Grass, die Karl Kesting mit seinem Team just zu jenem Zeitpunkt stopfen sollte, als der Schüler vor der Qual der Berufswahl stand. Der 15jährige packte beim Heimspiel auf dem eigenen Dach mit an, und als die Arbeiten dort beendet waren, bot Karl Kesting dem Schüler Verlängerung an: eine Lehrstelle. Mit seiner Zusage wusste Grass noch nicht, dass sein Weg zum Arbeitsplatz so manches mal einer kleinen Odyssee gleichkommen sollte. Bei Wind und Wetter mit dem Fahrrad nach Meineringhausen oder auf Umwegen mit Bus oder Bahn zur Arbeit, solange, bis das erste eigene Auto vor der Tür stand. Umständlich war auch so manche Arbeit: "Einen ganzen Lastzug voller Ziegel mit der Hand abzuladen, das war schon hart", erinnert sich Grass. Die Technik erleichtere heutzutage zwar die körperliche Arbeit, sagt der 43jährige, "aber der Stress ist gestiegen, und es lastet aufgrund der hohen Kosten mehr Druck auf einem." Dennoch ist sich Grass sicher, dass er damals die richtige Entscheidung getroffen hat. Schließlich springt da auch schon mal ein Präsentkorb bei raus, wie hier auf dem Bild zum 25jährigen Arbeitsjubiläum. Und von denen werden in Zukunft wohl noch einige folgen.

 

 

und noch etwas aus vergangenen Zeiten...

Werner Böswald

... war der erste Lehrling in der Firma Kesting

Für neun Mark brutto aufs Dach gestiegen

Das Zugucken machte Lust auf mehr. Immer, wenn die Arbeiter der Firma Kesting Anfang der 50er Jahre in Hof Lauterbach anrückten, war auch ein Kind nicht weit: Dann nämlich trug Werner Böswald den Kopf besonders hoch, um so viel wie möglich von dem mitzubekommen, was die Handwerker hoch droben auf dem Dach anstellten. Irgendwann hatte der Sohn eines auf dem Gut beschäftigten Melkers genug gesehen, und seine Entscheidung stand fest: Er wollte den Leuten nun selbst aufs Dach steigen.
So machte sich der 15jährige 1955 auf den Weg nach Meineringhausen und bot Karl Kesting seine Arbeitskraft an. Der Chef willigte ein, und die beiden unterschrieben den ersten Lehrvertrag in der Geschichte der Firma Kesting. Diesen Schriftzug würde wohl heutzutage jeder Azubi verweigern, auch wenn das Dachdeckerhandwerk sein Traumberuf wäre. In Sachen Lohn stand darin nämlich: Neun Mark brutto im Monat. Die "fürstliche" Entlohnung - im Vertrag als Taschengeld ausgewiesen - steigerte sich im zweiten Ausbildungsjahr auf elf und im dritten auf 13 Mark. Mehr Geld habe er damals auch nicht gebraucht, erinnert sich der heute 55jährige Böswald, "ich hatte doch alles, was ich brauchte". Zumindest um seinen Lebensunterhalt musste sich der 15jährige nicht kümmern, denn er hatte seine Arbeitskraft im Tausch gegen Kost und Logie angeboten. "Mir ging es gut bei den Kestings", erzählt Böswald, der heute in Homberg wohnt. Wenn er abends um 10 Uhr heimgekommen sei und Hunger ihn überkam, dann "bin ich immer in die Speisekammer gegangen und habe mir ne Wurst geholt. Elise, die Senior-Chefin, hatte mir das erlaubt." Auch die wohnliche Seite
konnte sich sehen lassen. Böswald hatte ein Zimmer, das weitaus mehr Luft zum Atmen ließ als die im Vertrag vorgeschriebenen zehn Kubikmeter. Er hatte auch mehr Bodenfläche, als das im Kontrakt angegebene Mindestmaß von vier Quadratmetern. Und der Zugang zu den eigenen vier Wänden war ebenfalls vertragskonform, denn darin stand, dass dieser nicht durch die Schlafräume des Chefs oder von Angehörigen anderen Geschlechts führen dürfe. Klar, dass die 35-Stunden-Woche damals noch kein Thema unter den Kollegen gewesen ist, denn der Samstag war zu jener Zeit ein ganz normaler Werktag, und "oft wurde so lange gearbeitet, bis es dunkel wurde", erinnert sich der Homberger an seine beruflichen Anfänge. Und sich nach der Berufsschule auf die faule Haut zu legen, war auch nicht drin - Ranzen in die Ecke, und ab ging's zur Baustelle. Übrigens drückten zu Böswalds Zeiten nur fünf Dachdeckerlehrlinge die Schulbank in Korbach. Auch kleine Nebenjobs waren erlaubt. Der Arbeitstag des Lehrlings Böswald begann und endete fast immer mit einer tierischen Maloche: "Die zwei Kühe, die damals im Stall standen, musste ich misten und die Schweine, Enten, Gänse und, was noch so herumlief, füttern." Das sollte ihm natürlich keine Lehre sein, denn Karl Kesting legte das Hauptaugenmerk bei seinem ersten Lehrling nicht darauf, ob er eine Mistgabel richtig in den Händen hielt, sondern auf die Arbeit auf dem Dach. Gern erinnert sich Böswald heute noch an Karl Kesting senior, denn "von dem alten Chef habe ich eine ganze Menge gelernt". So vergingen die drei Lehrjahre, und das Gesellenstück stand in Korbach und wartete auf Böswalds geschickte Hände. "Den Erker vom Amtsgericht musste ich verschiefern", erinnert sich der 55jährige. Ein Jahr lang arbeitete Böswald noch als Geselle in der Meineringhäuser Firma, dann zog es ihn zurück nach Homberg. Dort arbeitete er sich in einem Dachdeckerbetrieb bis zum Vorarbeiter hoch. Dann endete die Karriereleiter. Ein Arbeitsunfall veranlasste ihn 1982 dazu, nicht mehr auf Dächer zu steigen. Möglicherweise kann man jetzt in Homberg einen Mann beobachten, der mit hocherhobenem Kopf in einer Kinderpose verharrt und den Dachdeckern bei der Arbeit zuguckt.

 

Doreen Tänzer

... unterschrieb als erste Frau in der Firma Kesting einen Lehrvertrag

Wegen der Unordnung die Ordnung kennengelernt

Die Emanzipation der Frau ist mittlerweile sogar auf Kirchturmspitzen sichtbar. Doreen Tänzer erinnert sich noch genau an die gute Fernsicht über den Dächern Korbachs, als sie hoch droben auf dem Gerüst stand, das den Kirchturm der Markusgemeinde umgab. Das sei schon eine besondere Arbeit gewesen, erinnert sich die 20jährige aus Wiehe (Thüringen). Als sie im April 1992 ihren Lehrvertrag unterzeichnete, schrieb sie ein Stück Firmengeschichte im Betrieb Kesting mit: Sie war damit die erste weibliche Auszubildende.
"Alle meine Freunde haben mich damals für verrückt erklärt, als ich ihnen erzählte, dass ich eine Dachdeckerlehre machen will", sagt Doreen Tänzer. Auch in der Berufsschule erntete sie zunächst von ihren männlichen Kollegen kritische Blicke und Worte wie "Du hast den falschen Beruf gewählt". Kritiker sind dazu da, um sie eines Besseren zu belehren, und das tat Doreen Tänzer. Sie wich nicht eine Dachlattenbreite von ihrem Weg ab und ist mittlerweile als Gesellin im elterlichen Betrieb beschäftigt, den sie später einmal übernehmen will. Doch dort ist es nicht mehr so rosig wie in ihrer Lehrzeit. "Hier nehmen sie keine Rücksicht. Und ich bin nicht mehr eine Kollegin unter Kollegen, sondern die Tochter vom Chef."
Außerdem seien die wirtschaftlichen Bedingungen in Wiehe weitaus schwieriger: "Hier gibt es sehr viele Dachdeckerfirmen, aber auch viele Arbeitslose, die kein Geld für ein neues Dach haben." Obwohl Doreen wieder zu Hause ist, überfällt sie manchmal immer noch jenes Heimweh, das zu Beginn ihrer Lehrzeit immer wieder in ihr hochgekrochen ist - nur die Richtung der Sehnsucht hat sich verändert: Meineringhausen. Es ärgere sie schon, dass sie so früh von dort weggegangen sei. Mit Hilfe ihres Real- Schulabschlusses durfte Doreen ihr Gesellenstück ein halbes Jahr früher anfertigen. "ich habe viele positive Erinnerungen an meine Lehrzeit. Mit den Kollegen habe ich mich gut verstanden, und toll war, wie die Firma aufgebaut ist." Vor allem die Ordnung habe ihr imponiert. Dabei war es die Unordnung, die Doreen nach Meineringhausen verschlagen hat. Ein Betrieb aus Schwalmstadt hatte sich nämlich zuerst auf ihre Anzeige in einer Fachzeitschrift gemeldet, und beim Vorstellungsgespräch zeigte ihr der Chef sein "Chaos in allen Ecken", das der zukünftige Lehrling dann in Ordnung umwandeln sollte. Doreen verzichtete auf dieses Angebot. Im Osten war die Stellensuche aussichtslos, weil "ich ein Mädchen war", sagt Doreen. Über ihre Mutter bekam sie schließlich die Kesting-Adresse in die Finger. Ihre vorherige Meinung vom makellosen Berufsbild Dachdecker hat mittlerweile für die 20jährige schon einige Kratzer bekommen."Die Technik erleichtert einem die Arbeit zwar, aber trotzdem muss man noch schwere Lasten tragen." Neben der körperlichen Anstrengung macht Doreen auch die Abhängigkeit vom Wetter zu schaffen. "Die Arbeit an sich, vor allem mit Schiefer, macht mir schon viel Spaß, aber das Wetter kann einem schon ganz schön die Lust vermissen", sagt die 20jährige. Nur am Schreibtisch zu sitzen, das könne sie sich allerdings auch nicht für sich vorstellen. "Wenn ich noch mal wählen könnte, würde ich mir wahrscheinlich einen anderen Beruf aussuchen", sagt die Thüringerin, und fügt aber fast im gleichen Atemzug hinzu: "Die Meisterprüfung will ich auf jeden Fall machen." Kleiner Tipp für das Meisterstück: ein Dach für den Dachdecker und zumindest das Wetterproblem wäre gelöst

 

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